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Haushalte mit übergewichtigen Personen kaufen häufiger kalorienreiche Produkte als Haushalte in denen nur Normalgewichtige leben.
Haushalte, in denen mindestens eine Person schweres Übergewicht hat (Adipositas), geben über ein Viertel (26%) mehr Geld für Fleisch aus, als der Durchschnitt aller Schweizer Haushalte. Dies hat das Schweizer Marktforschungsunternehmen ACNielsen ermittelt.  Für die Auswertung wurden Haushalte, in denen mindestens eine übergewichtige Person lebt, Haushalten gegenübergestellt, in denen nur Normalgewichtige leben.
Die Studie zeigt, dass Haushalte mit Übergewichtigen eine andere Ausgabenstruktur haben als Hauhalte, in denen nur Normalgewichtige leben. Grundlage für die Einteilung in Normal- und Übergewichtige war der international anerkannte „Body Mass Index“ (BMI).
Die Studie baute dabei auf Daten des ACNielsen Konsumentenpanel auf:
Rund 3’000 repräsentativ ausgewählte Schweizer Haushalte lesen mit einem speziellen Gerät die Strichcodes sämtlicher eingekaufter Lebensmittel ein und übermitteln diese Daten an ACNielsen.  Parallel zu den Scanner-Daten erhebt ACNielsen jährlich das Gewicht und die Grösse sämtlicher Haushaltsmitglieder.

Höhere Ausgaben für kalorienreiche Produkte Neben den deutlich höheren Ausgaben für Fleisch, ermittelte ACNielsen nun eine ganze Reihe weiterer Produktkategorien, für die Haushalte, in denen eine übergewichtige Person lebt, überdurchschnittlich viel Geld ausgeben: So geben Haushalte, in denen mindestens eine Person l übergewichtig ist (BMI von 25 bis 29.9), 8% mehr Geld für Margarine und Käse aus, als der Durchschnitt aller Haushalte in der Schweiz. hat mindestens eine Person sogar schweres Übergewicht (BMI ab 30), sind es sogar 22 % mehr Ausgaben für Margarine und 10 % mehr als der Durchschnitt für Käse. Haushalte mit nur Normalgewichtigen (BMI 18.5 bis 24.9) geben hingegen 13 % weniger als der Schweizer Durchschnitt für diese Produktkategorien aus.

Ähnlich sind die Ergebnisse für Eier, Dessertprodukte und Salz: Auch für diese Produkte geben Haushalte mit Normalgewichtigen deutlich weniger und Haushalte mit übergewichtigen Personen deutlich mehr Geld aus.

Insgesamt stellte ACNielsen fest, dass insbesondere kalorienreiche Produkte von Haushalten, in denen schwer Übergewichtige leben, gekauft werden: So wird von solchen Haushalten etwa 18 % mehr für tiefgekühlte Hamburger ausgegeben.  Bei tiefgekühlten Backwaren sind es 16 %, bei Rahm immerhin noch 8 %, bei Speisefett 13 % mehr.

Die Studie zeigt erstaunlich deutlich, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Einkaufsverhalten in Bezug auf kalorienhaltige Speisen und der Tendenz zu Übergewicht gibt.
Doch werden interessanterweise auch einige Produkte, die nur kaum oder gar keine Kalorien haben, überdurchschnittlich häufig von „Adipositas-Haushalten“ gekauft. So liegen etwa die Ausgaben für Kaffee gleich 33 % über dem Durchschnitt. Bei Gurken sind es 17 %, bei Milch 10 % mehr als im Gesamtdurchschnitt.

Quelle: ACNielsen

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